Bilanz eines Schreckenstages

Der 30. Dezember 1944 ging als der „schlimmste Schreckenstag“ in die Ortsgeschichte von Altrip ein.

Gegen 13.15 Uhr lösten Luftschutzsirenen Fliegeralarm aus, und kurze Zeit danach fiel eine Zielbombe auf den Messplatz und verrauchte dort langsam. Dies war das Signal für die Besatzungen eines Flugzeugpulks, einen Bombenteppich auf den Ortskern von Altrip nieder prasseln zu lassen.

Die Bilanz dieses Schreckenstages: 28 Tote, darunter 10 Kinder und Jugendliche sowie 39 Verletzte, von denen drei verstarben.

Insgesamt mussten in Altrip durch Kriegseinwirkung 36 Personen, darunter ein bisher in Aufzählungen stets „vergessener“ französischer Schanzarbeiter, ihr Leben lassen und 59 wurden verletzt. Vier Altriper wurden gar durch eigene Artillerie getötet, die von Rheinau aus auf das von Amerikanern besetzte Dorf schoss.

(Wolfgang Schneider | Dezember 1999)