Das Altriper Ortssippenbuch "Familien in Altrip 1651-1900"

Was ist ein Ortssippenbuch?

Das Altriper OrtssippenbuchOrtssippenbücher fassen in einfacher und raumsparender, äußerst übersichtlicher Weise, in familienorientiert-chronologischer Form aufgebaut, umfangreiche Kirchenbuch- und Standesamtbände in einem Werk zusammen.

Sie schonen den Erhaltungszustand des Original-Schriftgutes und gewährleisten bei einem eventuellen Verlust dieser Ursprungsquellen die Erhaltung und Übermittlung des historisch-genealogischen Inhalts.

Quellen für die Ortssippenbücher sind in der Regel Kirchenbücher, Zivilstandsregister, Standesamtsregister, Urkunden und Akten, auch aus der Vorkirchenbuchzeit. Haushaltslisten, Polizei-Melderegister usw. gehören ebenso dazu.

 

Zur Person des Autors 

Sein Name ist Erich Schneider und er ist Mitglied im Heimat- und Geschichtsverein Altrip sowie im Historischen Verein der Pfalz. Geboren wurde er in Ludwigshafen-Mundenheim, ist verheiratet und hat eine Tochter. Sein erlernter Beruf: Zahntechniker. Nach der Gesellenprüfung 1950 folgte dann im Jahr 1957 die Meisterprüfung.  In Altrip wohnt er seit 1958 (vorher Mundenheim). Beide Elternteile sind "Ur"-Altriper. Seit 1995 ist Erich Schneider Rentner. 

Wie alles begann

Als er, zusammen mit seiner Tochter, vor ungefähr 15 Jahren beschloss seine Familie zu erforschen, ahnte er noch nicht, welche Auswirkungen dies haben sollte. Da seine Vorfahren alle aus Altrip stammten, machte es keine großen Schwierigkeiten in verhältnismäßig kurzer Zeit bis zu den Wurzeln seiner Familie vorzudringen. Es folgte die Erforschung der Nebenzweige seiner Familie sowie der Vorfahren seiner Frau.

Wäre er zu dieser Zeit nicht berufstätig gewesen, er hätte dieses Hobby, zu dem es zwischenzeitlich wurde, hauptberuflich ausüben können. Schriftverkehr mit unzähligen Standesämter und Kirchenarchiven füllten seine knappe Freizeit aus. Oft wurden Familienausflüge mit Besuchen in Archiven usw. verbunden. Ein ganz tolles Gefühl war es für ihn, in den alten Kirchenbücher zu recherchieren, die man in der Anfangszeit seiner Nachforschungen noch im Original vorgelegt bekam. Aber die Faszination vor so einem Buch zu sitzen und darin lesen zu dürfen, gehört auch für ihn der Vergangenheit an. In den letzten Jahren wurden die Kirchenbucheinträge auf Filme oder Mikrofiche gebannt. Eigentlich schade, jedoch zum Schutze der alten Bücher notwendig und unerlässlich. Was könnte so ein altes Buch, wenn es sprechen könnte, alles erzählen... Heute sitzt man nur noch vor Sichtgeräten, die keine Emotionen auslösen können.
 

Zur Familienforschung

Irgendwann waren, bis auf ein paar "schwierige Fälle", alle Daten unter Dach und Fach. Was nun? Ahnenforschung ist so ein schönes Hobby, das einen, wenn man es einmal anfängt, nicht mehr los lässt. Erich Schneider beschloss daher, alle Geburts-, Heirats- und Sterbeeinträge aus den Kirchen- und Standesamtsbücher abzuschreiben. Eine jahrelange Arbeit, jede freie Minute wurde ausgenützt. Es mussten Familienblätter angelegt werden. Diese Familienblätter sind eine unerlässliche Grundlage für das Manuskript, das für die Druckerei erstellt werden muss. Es mussten alle Geburts-, Heirats- und Sterbedaten den jeweiligen Familien zugeordnet werden. Eine langwierige Arbeit! Manche schöne Tage verbrachte er in Archiven.
 

Die Entstehung dieses Ortssippenbuches:

Mitten in diese Arbeit kam dann die Idee ein Ortssippenbuch zu erstellen. Auslöser war ein Gespräch mit seinem Forscherkollegen Theo Frosch aus Neuhofen. (Autor des Neuhöfer Ortssippenbuches). Da er schon den größten Teil, der für so eine Arbeit benötigten Angaben niedergeschrieben hatte, war es kein Problem. Also ging er mit doppelten Elan an die Arbeit, um dieses Projekt in die Tat umzusetzen. Durch die Erreichung des Rentenalters hatte er jetzt viel mehr Zeit. Die Eintragungen in den Familienblätter mussten nun für den Druck vorbereitet werden. Um dies zeitsparender ausführen zu können, legte er sich einen Computer und ein speziell für Ortssippenbücher gearbeitetes Programm zu (Wie man sieht, auch kein billiges Hobby). Er lernte also auch noch mit einem Computer umzugehen. Unterstützt wurde er bei dieser Arbeit, wie er auch im Buch erwähnt, von Oliver Schneider, der ihm mit Rat und Tat zur Verfügung stand.  Über 10 000 Einträge mussten in den Computer eingegeben werden, viel Arbeit. Trotzdem hat er dies alles nach eigenen Angaben nicht bereut und würde es genau so wieder machen.

Im Bild links Erich Schneider, der Autor des Buches, rechts neben ihm Altrips Bürgermeister Willi Kotter.Im Bild links Erich Schneider, der Autor des Buches, rechts neben ihm Altrips Bürgermeister Willi Kotter.1998 war es dann so weit. Das Manuskript war fertig für die Druckerei. Am 1. Juli 1998 fand vor zahlreichen Zuhörern im Altriper Bürgerhaus "alta ripa"  die Vorstellung seines Buches statt. Im Bild links Erich Schneider, der Autor des Buches, rechts neben ihm Altrips Bürgermeister Willi Kotter.

Das Altriper Ortssippenbuch ist für alle Altriper, auch für Neubürger, ein empfehlenswertes Werk. Es kann eine Hilfe sein bei der eigenen Ahnenforschung. Außer den Eintragungen von Altriper Einwohner, sind auch etliche Angaben von nicht stetig in Altrip beheimateten Personen aufgeführt. Viele waren auf der Durchreise oder nur kurze Zeit hier ansässig. 

Haben Sie Lust bekommen dieses Buch zu lesen? Sie können es bei uns oder bei der Gemeindeverwaltung Altrip erwerben. Es lohnt sich! 
  

Und hier noch etwas Statistik zu den "alten" Altriper Familien:

Die ältesten noch heute in Altrip ansässigen Familien sind in alphabetischer Reihenfolge:

  • Hört (Hirdt), Hook (Hock) und Hornig (Horneck), aufgeführt in der Türkensteuerliste von 1585, 
  • in der Soldgeldliste von 1592 findet man außer den oben genannten noch die Namen Schneider und Schweikert (Schweiker).

Für die Zeit des 30jährigen Krieges findet man kaum brauchbare Eintragungen. Deshalb beginnt das Buch von Erich Schneider auch erst im Jahre 1651, aber auch für den Zeitraum zwischen 1651-1690 gibt es viele Lücken.
  

Nun zur Entwicklung der oben genannten alten Altriper Familien, aufgeführt ist jeweils die Anzahl der (bekannten) Heiratseintragungen:

1651 - 1700 1700 - 1800 1800 - 1900
Familie Hört 7 34 27
Familie Hook 6 26 75
Familie Hornig 16 35 41
Familie Lemmert 25 36 27
Familie Schneider 6 36 104
Familie Schweikert 2 13 44

 
Wie man sieht, ist eine starke Zunahme der Familien Schneider zu verzeichnen (in der Hauptsache in der Zeit von 1850 bis über die Jahrhundertwende hinaus), gefolgt von den Familien Hook und Schweikert. Eine Abnahme gab es bei den Familien Lemmert.
 

Übrigens: Aus datenschutzrechtlichen Gründen enden die Aufzeichnungen in diesem Buch mit dem Jahr 1900.