Sinnbild der Altriper Gemeinschaft

Es war in jeder Hinsicht ein großes Werk, das der Turn- und Sportverein Altrip am 5. Februar 1955 einweihte. Neben der kleinen Turnhalle mit nur 150 Quadratmetern Übungsfläche war in nur neun Monaten eine Turnhalle entstanden, um die selbst große Städte die kleine Gemeinde Altrip beneideten. Mit einer respektablen Länge von 36 Metern, 15 Metern Breite und sieben Metern Höhe und einer Bühne bot sie Platz für 700 Personen.

Veranstaltungsmöglichkeiten waren nun für alle Altriper Vereine vorhanden. Der Vorsitzende des Vereins, Emil Lebherz, der die eigentliche Triebfeder des Projekts war, stellte in seiner Rede heraus: „Großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit.“ Und in der Tat, sein Verein mit 300 Mitgliedern, einschließlich Kindern, Frauen und Jugendlichen, schaffte, was niemand für möglich gehalten hatte. Hunderte helfende Hände arbeiteten tatkräftig am Bau mit – nicht etwa nur Vereinsmitglieder. 95 Prozent aller Arbeitsstunden, das waren immerhin 11.800, schulterten die Freiwilligen kostenlos. Eine beachtliche Leistung in einem Ort, der im letzten halben Jahr zuvor von zwei Naturkatastrophen heimgesucht worden war.

Fast 12.000 kostenlose Arbeitsstunden wurden für den Bau der Halle geleistet. Fast 12.000 kostenlose Arbeitsstunden wurden für den Bau der Halle geleistet. Unter den Freiwilligen brachte es der 25-jährige Zimmermann Karl Wüst allein auf 770 Stunden, denn an nahezu jedem Tag, einschließlich Samstag und Sonntag, war er auf der Baustelle. Täglich werkelten rund 90 Personen. Handwerker stellten zum Teil kostenlos Gerüste und Material. Und so kam es, dass der Verein mit einer Kreditsumme von 45.000 Mark auskam. Das damalige 100.000-Mark Projekt wurde trotz der hohen Eigenleistungen nur sehr spärlich bezuschusst. Vom Sportbund Pfalz kamen gerade mal tausend Mark; ebenso viel gab der Landkreis.

Der bescheidene Vereinsvorsitzende spendete am Einweihungstag viel Lob, sei es an den Architekten Ludwig Hochlehnert, der auf sein Honorar verzichte, oder an den Ehrenvorsitzenden und Ziegeleibesitzer Karl Baumann, der dem Verein großzügig Material zur Verfügung stellte. Er erwähnte indes nicht, dass er selbst die zweitmeisten Stunden abgeleistet hatte. Obwohl im Keller noch das Druckwasser gluckste und der nahe gelegene Sportplatz noch vom Jahrhunderthochwasser überschwemmt war, so dass sich dort die Gänse tummelten, wollte die ganze Gemeinde mitfeiern. Die 700 Plätze reichten bei weitem nicht aus.

Der Turn- und Sportverein, der schon in der Vergangenheit seine alte Halle und das Freigelände der Altriper Volksschule für den Sportunterricht zur Verfügung gestellt hatte, erhielt als Dank dafür eine Bürgschaft der Gemeinde über 30.000 Mark; außerdem gab es kostenlos Bauwasser und Strom. Das war‘s dann schon.

Doch nicht einmal 40 Jahre stand das „Sinnbild der Altriper Gemeinschaft“. Die erst 1955 eingeweihte Halle sowie die kleine Vorgängerin von 1929 wurden abgerissen. An ihrer Stelle baute die Gemeinde Altrip mit über 8 Millionen Mark eine Großsporthalle. Dieses Projekt belastete den Haushalt der Gemeinde immens. Und einen „Mehrzweckraum“, der den örtlichen Vereinen für ihre großen Veranstaltungen zur Verfügung steht, gibt es seither leider auch nicht mehr…

Es war in jeder Hinsicht ein großes Werk, das der Turn- und Sportverein Altrip heute vor 60 Jahren, am 5. Februar 1955, einweihte. Neben der kleinen Turnhalle mit nur 150 Quadratmetern Übungsfläche war in nur neun Monaten eine Turnhalle entstanden, um die selbst große Städte die kleine Gemeinde Altrip beneideten. Mit einer respektablen Länge von 36 Metern, 15 Metern Breite und sieben Metern Höhe und einer Bühne bot sie Platz …

Es war in jeder Hinsicht ein großes Werk, das der Turn- und Sportverein Altrip am 5. Februar 1955 einweihte. Neben der kleinen Turnhalle mit nur 150 Quadratmetern Übungsfläche war in nur neun Monaten eine Turnhalle entstanden, um die selbst große Städte die kleine Gemeinde Altrip beneideten. Mit einer respektablen Länge von 36 Metern, 15 Metern Breite und sieben Metern Höhe und einer Bühne bot sie Platz für 700 Personen.

Veranstaltungsmöglichkeiten waren nun für alle Altriper Vereine vorhanden. Der Vorsitzende des Vereins, Emil Lebherz, der die eigentliche Triebfeder des Projekts war, stellte in seiner Rede heraus: „Großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit.“ Und in der Tat, sein Verein mit 300 Mitgliedern, einschließlich Kindern, Frauen und Jugendlichen, schaffte, was niemand für möglich gehalten hatte. Hunderte helfende Hände arbeiteten tatkräftig am Bau mit – nicht etwa nur Vereinsmitglieder. 95 Prozent aller Arbeitsstunden, das waren immerhin 11.800, schulterten die Freiwilligen kostenlos. Eine beachtliche Leistung in einem Ort, der im letzten halben Jahr zuvor von zwei Naturkatastrophen heimgesucht worden war.

Unter den Freiwilligen brachte es der 25-jährige Zimmermann Karl Wüst allein auf 770 Stunden, denn an nahezu jedem Tag, einschließlich Samstag und Sonntag, war er auf der Baustelle. Täglich werkelten rund 90 Personen. Handwerker stellten zum Teil kostenlos Gerüste und Material. Und so kam es, dass der Verein mit einer Kreditsumme von 45.000 Mark auskam. Das damalige 100.000-Mark Projekt wurde trotz der hohen Eigenleistungen nur sehr spärlich bezuschusst. Vom Sportbund Pfalz kamen gerade mal tausend Mark; ebenso viel gab der Landkreis.

Der bescheidene Vereinsvorsitzende spendete am Einweihungstag viel Lob, sei es an den Architekten Ludwig Hochlehnert, der auf sein Honorar verzichte, oder an den Ehrenvorsitzenden und Ziegeleibesitzer Karl Baumann, der dem Verein großzügig Material zur Verfügung stellte. Er erwähnte indes nicht, dass er selbst die zweitmeisten Stunden abgeleistet hatte. Obwohl im Keller noch das Druckwasser gluckste und der nahe gelegene Sportplatz noch vom Jahrhunderthochwasser überschwemmt war, so dass sich dort die Gänse tummelten, wollte die ganze Gemeinde mitfeiern. Die 700 Plätze reichten bei weitem nicht aus.

Der Turn- und Sportverein, der schon in der Vergangenheit seine alte Halle und das Freigelände der Altriper Volksschule für den Sportunterricht zur Verfügung gestellt hatte, erhielt als Dank dafür eine Bürgschaft der Gemeinde über 30.000 Mark; außerdem gab es kostenlos Bauwasser und Strom. Das war‘s dann schon.

Doch nicht einmal 40 Jahre stand das „Sinnbild der Altriper Gemeinschaft“. Die erst 1955 eingeweihte Halle sowie die kleine Vorgängerin von 1929 wurden abgerissen. An ihrer Stelle baute die Gemeinde Altrip mit über 8 Millionen Mark eine Großsporthalle. Dieses Projekt belastete den Haushalt der Gemeinde immens. Und einen „Mehrzweckraum“, der den örtlichen Vereinen für ihre großen Veranstaltungen zur Verfügung steht, gibt es seither leider auch nicht mehr…

(Quelle: Wolfgang Schneider | 2005)
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