Bisgewidd

Rezept des Monats

Unser Rezept des Monats:

Bisgewidd (Biskuitboden für Obstkuchen und Torten)

Waren Festlichkeiten oder Feiertage angesagt, so kamen auch schon mal Buttercremetorten oder Obstkuchen mit Biskuitböden auf den Kaffeetisch. Diese „Bisgewidds“ buk man in kleinerer Stückzahl zuhause oder für größere Festlichkeiten in der Bäckerei: Man brachte die aufgeschlagenen Eier, Zucker und Mehl zum Bäcker, der die Teigzubereitung in der Backstube übernahm und in den entsprechenden Blechen ausbuk.

  • Grundrezept für Obstboden in 30er Form:
    3 Eier, 125 Gramm Zucker, 125 Gramm Mehl, eventuell eine Messerspitze Backpulver.

  • Eier und Zucker so lange schlagen, bis die Masse ganz hell und fest ist – ein Messerschnitt muss sichtbar bleiben.
  • Dann esslöffelweise das Mehl darunter heben (nicht rühren).
  • In gefetteter Form ca. 20 Minuten bei 175-200° C backen.
  • Ausgekühlt beliebig mit Obst belegen. 
     
  • Grundrezept für Torten in 26er Form (z. B. Frankfurter Kranz):
    Einen Biskuitteig von 6 Eiern herstellen (doppelte Zutatenmenge wie oben).
  • Backzeit: etwa 30 Minuten bei 175-200° C.
  • Wenn der Boden ausgekühlt ist, in 2 Böden teilen und mit Buttercreme oder Sahne füllen.
     
  • Leichte Buttercreme:
    250 Gramm Butter, 1 Päckchen Puddingpulver (Vanille- oder Sahnegeschmack), ½ Liter Milch, 30 Gramm Zucker sowie 50 Gramm Puderzucker.
  • Pudding kochen und abkühlen lassen (ab und zu rühren, damit sich keine Haut bildet oder erkaltet die Haut abziehen).
  • Für die Buttercreme die Butter schaumig rühren, dann den Puderzucker zugeben.
  • Nun den abgekühlten Pudding esslöffelweise unterrühren.
  • Achtung: Die Butter sollte Zimmertemperatur haben; der Pudding die gleiche Temperatur! Also nicht warm, sonst gerinnt die Creme (wenn das passiert ist, kann man mit einem gestrichenen Kaffeelöffel heißem Biskin die Sache wieder in Ordnung bringen: tröpfchenweise zur Masse geben).
  • Um die Buttercreme farblich zu verändern, kann man zu 1/3 der Crememasse 1 Esslöffel gesiebten Kakao zufügen.

(Quelle: „Topfgucker - Altriper Rezepte aus Omas Zeiten“ von Heide Hook, 2006/2008)