Die politische Zusammensetzung des Altriper Gemeinderates seit 1899

Bis zum Jahr 1904 durften keine Partien kandidieren. Es wurden aber vielfach Zweckbündnisse zur Durchsetzung ganz bestimmter Ziele geschlossen.

Erstmals 1920 (nach der Ausrufung der Weimarer Republik) durften auch Frauen wählen. Zuvor lag die Zahl der Wahlberechtigten bei unter 20 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mitverantwortlich dafür war auch, dass zudem die männlichen Wähler in Altrip "heimatberechtigt" sein mussten. Diese Berechtigung wurde vom Gemeinderat dann abgelehnt, wenn etwa im Falle von Arbeitslosigkeit oder Krankheit damit zu rechnen war, dass der Antragsteller und seine Familie der Armenkasse zur Last fallen werde.


1899 Persönlichkeitswahl mit Zweckbündnissen    
Gesamt: 14 Sitze

1901 Ergänzungswahl, nachdem durch Querelen auf Intervention des Pfarrers Max Buchholz der gewählte Beigeordnete durch die vorgesetzte Behörde nicht bestätigt wurde und nach einer Rücktrittswelle das Gremium unter die Hälfte seiner Mitglieder absank     
Gesamt: 18 Sitze

1904 Persönlichkeitswahl mit Zweckbündnissen    
Gesamt: 18 Sitze

1909 Vereinigte Bürgerpartei: Gemeinsame Liste von Nationalliberaler Partei (11 Sitze) und Sozialdemokratischem Verein (7 Sitze) 18 Sitze
Freie Bürgerpartei 0 Sitze
Gesamt: 18 Sitze

1914 Persönlichkeitswahl (Kriegsbedingt durfte kein Wahlkampf stattfinden; eine Besitzstandswahrung wurde vorgegeben.)    
Gesamt: 18 Sitze

1920 Gemeinsame Liste von "Vereinigter Sozialdemokratischer Partei" und "Unabhängiger Sozialdemokratischer Partei" 11 Sitze
Parteilose Wähler 6 Sitze
Freie Bürgerpartei 3 Sitze
Gesamt: 20 Sitze

1923 Wiederholungswahl nach Querelen und Rücktritten    
Wahlvereinigung 12 Sitze
Vereinigte Sozialdemokratischer Partei 8 Sitze
Gesamt: 20 Sitze

1924 Freie Wahlpartei 6 Sitze
Wahlvereinigung 6 Sitze
SPD 5 Sitze
Partei der Gewerbetreibenden 3 Sitze
Gesamt: 20 Sitze

1929 Alte Wahlvereinigung 8 Sitze
Freie Wahlpartei 5 Sitze
SPD 4 Sitze
Partei der Gewerbetreibenden 3 Sitze
Gesamt: 20 Sitze