Deutschen Kriegsmarine bei Altrip

Im Mai 1900 befuhr eine Torpedoboot-Division der Deutschen Kriegsmarine den Rhein und wurde in Altrip gleich zwei Mal mit Böllerschüssen und Flaggenschmuck begrüßt, nämlich an der Rheinfähre und am Pegel.

Die Boote, die am Heck einen Tiefgang von über zwei Metern hatten, mussten hier hart am badischen Ufer fahren, da ihnen sonst die Sandbänke auf der Altriper Rheinseite zu gefährlich geworden wären. Sie fuhren dabei nur mit fünf, statt der möglichen 20 Seemeilen, bei Altrip vorbei. 

Die auf Geheiß des Kaisers Wilhelm II. für die Rheinfahrt bestimmte Torpedoboot-Division hatte ihre Reise in Rotterdam begonnen, machte u.a. Station in Emmerich und Köln. In Bonn wurde die Flottille von Prinzessin Viktoria zu Schaumburg-Lippe, der Schwester des Kaisers, besichtigt. Von dort setzten die Boote ihr Reiseprogramm zu den weiteren Stationen Rüdesheim, Mainz und Worms  sowie Mannheim und Karlsruhe fort.

Endziel der Fahrt war Straßburg. angeführt wurde der Verband vom (Schul-) Divisionstorpedoboot D4 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Funke, das zusammen mit den Torpedobooten S7, S8 und S9 der ersten Torpedoboot-Abteilung der Ostseestation angehörte. Die drei übrigen Boote S17, S18 und S20 waren Schultorpedoboote der Nordseestation.

Die Schaufahrt entlang des Rheins wurde, genau wie in Altrip auch, von der Bevölkerung überall enthusiastisch begrüßt.

(Quelle: Wolfgang Schneider | 2000)

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