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Die Gemeinde Altrip sucht einen Erzieher – Morbider Charme gefragt

Eigentlich hat die Einstellung eines Friedhofsgärtners in Altrip schon für genügend Aufregung gesorgt. Vor allem im Ortsgemeinderat war lange und heftig diskutiert worden, ob sich die Kommune einen solchen Dienstleister überhaupt gönnen darf. Und jetzt gibt es noch eine Ausschreibung für das Gräberfeld im Dorf? Das allein ist verblüffend. Noch erstaunlicher ist allerdings, dass da in der Anzeige tatsächlich steht: „Die Ortsgemeinde Altrip sucht für den Friedhof zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Erzieher.“ Oder gleich mehrere Erzieherinnen? So ganz klar wird es nicht. Eine befristete Stelle soll es zunächst sein, so liest es sich jedenfalls im aktuellen Amtsblatt.

Einen Erzieher für den Friedhof, der außerdem Freude an der Arbeit mit Kindern hat, hmm ... ??? Also von Erlebnispädagogik hat man ja schon gehört. Aber Friedhofspädagogik? Nach dem Motto von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen? Oder basteln mit Naturmaterialien wie Kno... Nein, lassen wir das, das wird makaber. Möglicherweise will die Gemeinde ja auch ein neues pädagogisches Konzept zum Umgang mit dem Tod umsetzen? Weil die Menschen in unserer hochtechnisierten Welt mit solch natürlichen Vorgängen wie dem Sterben nichts mehr zu tun haben wollen. Vielleicht wird aber auch nur ein Aufpasser für den Friedhofsgärtner gesucht. Wie auch immer. Es könnte jedenfalls ein Job mit Zukunft werden. Denn gestorben wird bekanntlich immer.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 19. Dezember 2016 | Von Britta Willeke)

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