Ofenfrische Leckereien

RHEINPFALZ-Leser backen im Altriper Brotbackhaus ihr eigenes Brot und erfahren Wissenswertes über den Ofen

Backen wie „anno dazumal“ – das haben die Teilnehmer zum Abschluss der RHEINPFALZ-Sommertour im Altriper Brotbackhaus gemacht. Die 16 Teilnehmer sind zufrieden mit ihren Backwerken gewesen – und sind zwischendurch vom Altriper Heimat- und Geschichtsverein (HGV) noch kulinarisch verwöhnt worden.

Um die Mittagszeit braucht das Brot im Backraum noch eine Weile. Die Zuckerkuchen von HGV-Vorstandsmitglied Doris Mansky sind dafür bereits fertig. Neben der bewährten Version mit Mandeln hat sie heute eine mit Zimt versucht. Die glücklichen Gesichter rundum belegen die gewohnte Güte. „Der Kuchen war sehr lecker“, urteilt stellvertretend die neun Jahre junge Sonja aus Limburgerhof. Sie ist mit ihrem Bruder und ihrer Mama aus Limburgerhof zum ersten Mal zum Brotbackhaus gekommen und findet’s cool hier. Selber backen steht bei dem Mädchen aber nicht so hoch im Kurs wie das Verköstigen. „Ich helfe meiner Mama nur manchmal bei den Muffins“, verrät sie.

Die Limburgerhoferin Roswitha Raule hat ebenfalls die Gelegenheit zum Experimentieren genutzt. Nun wartet sie gespannt darauf, wie der Kürbisbrotteig am Ende schmecken wird. Die Wartezeit nutzen die Sommertour-Teilnehmer zum entspannten Plaudern, und zwar untereinander ebenso wie mit dem HGV-Vorsitzenden Alois Eitl.

So erfährt Thomas Dominik aus Ludwigshafen, dass über dem birnenförmigen Backraum eine Tonne Dämmmaterial verbaut ist. Und dass sich mit dem Hudelwisch nicht nur der Backraum von Asche befreien lässt, sondern damit auch die Temperatur im Innern ein bisschen reguliert werden kann. Über die Temperaturen wachen die Herren des Feuers, Rudi Mansky und Josef „Jupp“ Settele. Sie haben den Ofen bereits am Samstagmorgen um 8 Uhr angefeuert.

Ob’s was geworden ist? Josef Settele (links) und Rudolf Mansky begutachten die Brote von Gisela Goos (Zweite von links) und Helga Schmidt. FOTO: LENZOb’s was geworden ist? Josef Settele (links) und Rudolf Mansky begutachten die Brote von Gisela Goos (Zweite von links) und Helga Schmidt. FOTO: LENZSchließlich ist der große Moment gekommen: Die ersten Brote sind fertig. Und Roswitha Raule darf ihr Kürbisbrot in Empfang nehmen. Sofort hat sie es mit einem Messer fachgerecht angeschnitten und kostet davon. Auch die Anderen dürfen zugreifen. Eitl hält die orangene Farbe für gewöhnungsbedürftig. Aber schnell ist klar: Es mundet. „Eigentlich hätten Sie das Brot erst auskühlen lassen sollen“, gibt Josef Settele zu bedenken. „Ich weiß, ich weiß. Aber ich wollte doch unbedingt wissen, wie es schmeckt“, erklärt Raule. Doris Mansky ist indes sofort angetan von Raules Backwerk – und sichert sich gleich mal das Rezept.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell geht und wir derart verwöhnt werden“, lobt Helga Schmidt nicht zuletzt im Hinblick auf den leckeren Zuckerkuchen. Die Altriperin hat schon die Einweihung des Brotbackhauses mitverfolgt und öfter mal anderen beim Brotbacken zugesehen. Doch selber mitgemacht hat sie heute zum ersten Mal. Mit ihrem frischgebackenen Vollkornbrot scheint sie zufrieden zu sein. Der wohlige Duft verspricht nur das Beste. (mamü)

(Quelle: DIE RHEINPFALZ vom 01.09.2014)