Bader und Friseur

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sah die Gesundheitsversorgung in Altrip noch ganz anders aus. Es gab eine „Schrankdrogerie“ in der Gaststätte „Rheinthal“, einen Medizinalverband und einen Bader, der sich neben seiner Tätigkeit als Friseur, Leichenbestatter und Nachtwächter auch im Zähneziehen betätigte.

Um die finanzielle Grundsicherung der Kranken kümmerte sich die „Gemeinde-Krankenkasse Altrip“ mit dem ehrenamtlichen Bürgermeister im Vorsitz. Wenn es besonders eng zuging, auch der „Ortsarmenverband Altrip“. 1903 ließ sich der erste praktische Arzt nieder. Eine seit 1908 bestehende Kinderschule war nur notdürftig in einem Saal der Ludwigschule untergebracht, außerdem fehlte eine Krankenschwester in dem abgelegenen Dorf. Beider Angelegenheiten nahm sich seinerzeit die Protestantische Kirchengemeinde an.

1926 wurde ein Drogerie-Ladengeschäft in der Rupprechtstraße eröffnet. 1927 ließ sich der erste Zahnarzt nieder. Ab 1962 gab es dann auch eine Apotheke in der Gemeinde. (wlf)

(Quelle: DIE RHEINPFALZ vom 28.11.2012, Sonderbeilage November 2012 "Ortsporträt Altrip")