Genug Geld fürs Brotbackhaus

Altriper Heimatverein will bald mit Bau beginnen - Fast 8000 Euro gesammelt

Bald können die Altriper zusmmen backen: Ihr Wunsch nach einem öffentlichen Brotbackhaus wird sich wohl verwirklichen. Die Hindernisse scheinen beseitigt zu sein und dem Bau nichts mehr im Weg zu stehen: Die nötigen Spenden sind zusammen, berichtet der Heimat- und Geschichtsverein.

Fast zwei Jahre ist es jetzt her, dass die Idee zu einem Brotbackhaus in Altrip erstmals aufkam. Doch nun ist es bald soweit: trotz leichter Verzögerungen durch das Fischerfest soll der Bau nach Setzen der Fundamente demnächst beginnen. Da keine Baugenehmigung benötigt wird, wird eine Ofenbaufirma aus Otterstadt schon bald mit ihrer Arbeit beginnen können, sagt Alois Eitl, der stellvertretende Vorsitzende1. des Heimat- und Geschichtsvereins.

Denn so ein Backhaus ist kein Projekt auf kurze Zeit, sondern soll die nächsten hundert Jahre den Platz neben dem Bürgerhaus „Alta ripa” schmücken, betont Eitl. Nicht selten gebe es sogar Backhäuser mit einem Alter von mehreren hundert Jahren. Wenn der Baubeginn sich nicht weiter verzögert und der Zeitplan auch sonst eingehalten werden kann, hofft er, dass die Eröffnungsfeier mit der Kerwe am dritten Wochenende im September zusammenfallen wird.

Wenn das Backhaus dann erst einmal steht, wird es anfangs eine Einführung durch den Ofenbaumeister und Schulungen durch einen Bäcker geben. Schließlich soll den Einwohnern Altrips einmal die Woche2. die Möglichkeit gegeben werden, ihr eigenes, frisches Brot backen zu können. Auch hofft Eitl, dass sich Backgruppen bilden. Denn während des Wartens aufs Brot bleibt viel Zeit für Gespräche.

Das Vorheizen des Ofens nimmt gut zwei bis drei Stunden in Anspruch, das Backen der Brote nocheinmal mindestens eine - ein Grund, warum jedesmal nur ein Backgang geplant ist. Auch die Kindergärten, die durch das Basteln der Backsteine für die Spendenaktion „Backsteine für das Backhaus” zum Gelingen des Projekts beigetragen haben, sollen nicht zu kurz kommen. Mit ihnen sind kleinere Back-Aktionen geplant.

Die Spendenaktion selbst war eine der größten, die in Altrip je stattgefunden hat. 7000 Euro waren das Ziel, fast 8000 Euro wurden erreicht. Eitl bezeichnete es als eine Aktion „von Bürgern für Bürger”. Damit sei eine große Gemeinschaft geschaffen worden. (jsx)

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 13. Juli 2012)

Anmerkungen des Webmasters:
1. Alois Eitl ist 1.Vorsitzendedes Heimat- und Geschichtsvereins Altrip
2. einmal pro Monat, maximal alle 14 Tage