Leb(er)kuchen und arabisches Gebäck

Mit einer Rekordanzahl an Ausstellern hat der Altriper Weihnachtsmarkt zahlreiche Besucher auf den Platz vor der Maxschule und ins Bürgerhaus Alta Ripa gelockt. Dabei war das Angebot nicht nur umfangreicher, sondern auch vielfältiger als in vergangenen Jahren.

Viel Andrang in Altrip. (Quelle: DIE RHEINPFALZ - 07.12.2015 | Text: mamü | Foto: Lenz)„Es gab Jahre, in denen wir Schwierigkeiten hatten, den Platz hier zu füllen. Jetzt ist alles voll. Wir haben über 30 Aussteller, so viele wie noch nie“, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Altriper Vereine, Patrick Moser. Einige neue Budenbetreiber bedeute mehr Leute, die sich dem Ganzen verschrieben haben – einschließlich mehr Helfern für den Auf- und Abbau der Stände.

Seinen Teil zum gelungenen Markt trug auch ein verfrühter Weihnachtsmann bei, der für brave Kinder einen ganzen Sack kleiner Belohnungen dabei hatte. Seine auffallend geringe Leibesfülle erklärte Moser dem Publikum bei der offiziellen Eröffnung am Samstagabend so: „Er ist schlanker als in den Darstellungen, weil er im Sommer ein hartes Training absolviert hat, um all die Geschenke vom Nordpol rechtzeitig hierher zu bringen.“ Das leuchtete den jungen Besuchern ein, die anschließend auf dem Arm von Mama, Papa, Oma oder Opa dem Weihnachtsmann aufmerksam lauschten, als er ein Gedicht vortrug.

Beim Netzwerk Asyl gaben syrische Flüchtlinge und Helfer selbst gebackene Plätzchen sowie arabischen Grieskuchen aus, wozu sie Tee reichten. Immer wieder entstanden kleine Gespräche mit den Gästen, sofern und so gut es die Sprachkenntnisse beiderseits zuließen. Mit verschiedenen Honigen, Bonbons und Kerzen wartete Imker Matthias Danninger auf.

Bunter Hund: Für Maico kauft Nicole Marcolongo bei Elahe Pommerberger ein. (Quelle: DIE RHEINPFALZ - 07.12.2015 | Text: mamü | Foto: Lenz)Verwöhnen lassen durfte sich der beste Freund des Menschen beim ersten Altriper Hundeweihnachtsmarkt. Dort gab es leuchtende Halsbänder, Magnetschmuck für Nacken, Rücken und Gelenke sowie Hundemuffins. Obendrein verteilte der Hunde-Weihnachtsmann – Hundesportverein-Vorsitzender Rainer Sydow im passenden Kostüm – selbst gemachtes Leberbrot. Da wusste Shih-Tzu-Yorkshire-Havanese Maico gar nicht mehr, wie ihm geschah, während Frauchen Nicole Marcolongo ihn am Artikel-Arsenal entlangführte.

Im Erdgeschoss des Bürgerhauses begeisterten die Modelleisenbahnen nicht nur Kinder. Große Augen machten die Besucher etwa bei den winzigen Zügen im Maßstab 1:220 (Spur Z) in den Motiv-Koffern von Peter Röpke, die er direkt aus Japan erworben hatte. Im ersten Obergeschoss zeigten Hobbyhandwerker ihre Werke. Wiebke Bastians Mann zum Beispiel bot Gewürzbehälter, Schalen und Töpfe an, die er mit einer Ausnahme aus einheimischen Hölzern drechselt. Wiebke Bastian selbst bot Chutneys, Marmeladen und mehrere Zuckersorten feil. „Das tollste ist die Marmelade aus Altriper Orangen.“

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 7. Dezember 2015 | Text: mamü | Fotos: Lenz)
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