Kronenschnitt für „Retzereiche”

Einen Kronenschnitt könnte der „Retzereiche“ zum Überleben verhelfen. (Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 23. Oktober 2010 | Text: rhp | Foto: Lenz)Hoffnung auf Überleben des Baumes

Die Altriper Retzer-Eiche hat noch mal eine Schonfrist bekommen. Anfang November soll zunächst die Krone „massiv beschnitten” werden, erklärt Bürgermeister Jürgen Jacob (wir berichteten).

„Da hängen zu viele Emotionen dran”, begründet der Bürgermeister, warum der Baum nicht gleich gefällt wird. Mit dem Kronenschnitt will die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Pfälzer Rheinauen zumindest mal die Angriffsfläche für die Herbststürme reduzieren, erläutert Jacob. Die Gefahr, dass der Baum auseinanderbricht, sei damit „auf ein Minimum reduziert”, so Jürgen Jacob.

„Wir würden das nicht machen, wenn wir nicht die Hoffnung hätten, dass der Baum überlebt”, sagt Ernst-Christian Driedker vom Forstamt Pfälzer Rheinauen. „Die Frage ist, wie gut der Baum diesen Eingriff verkraftet.” Immerhin werde dem Baum ein Teil seiner Lunge amputiert.

Seit 1953 ist die sogenannte „Retzereiche” ein Naturdenkmal. Sie ist 17 Meter hoch und hat in der Krone einen Durchmesser zwischen zwölf und 13 Metern. Der Umfang des Stammes beträgt 3,74 Meter. Mittlerweile hat der Baum durch Sturmschäden und Pilzbefall stark gelitten - er ist morsch und hohl.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 23. Oktober 2010 | Text: rhp | Foto: Lenz)
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