Aus einem Stammtisch wurde ein Seniorenclub

'Wohl Auf'' feiert 40-jähriges Bestehen

Dieser Tage feierte die Altenkameradschaft ''Wohl auf'' in Altrip mit einem großen Vereinsessen ihr 40-jähriges Bestehen. Hervorgegangen ist die älteste Seniorenvereinigung im Ort aus einer Stammtischrunde, die sich bis 1954 regelmäßig im ''Pfälzer Hof'' und später in der Turnhalle traf.

Der Frührentner Georg Schopp (1904-1987) hatte 1960 die Idee in Altrip eine eigenständige Seniorengruppe zu gründen. Mit Karl Deutsch, Ernst Hauk, Friedrich Pfaff, Johann Seithel und Ernst Weller, sowie unterstützt durch Bürgermeister Emil Lebherz, wurde ein reiner Männerverein, die Altenkameradschaft ''Wohl auf'', aus der Taufe gehoben. Der Initiator wurde sogleich Herz und Motor des neuen Vereins. Schon bald wurden einmal im Monat auch die Frauen der Vereinsmitglieder zu einem Kaffeenachmittag eingeladen und so war es nur eine Frage der Zeit, bis auch Frauen die ''Vollmitgliedschaft'' zugestanden wurde. Ausflüge, eine eigene Hauskapelle sowie Oster- und Weihnachtsfeiern sorgten für einen raschen Aufschwung des Vereins. Gleichwohl trafen sich jeden Mittwoch ausschließlich Männer zu Skatrunden, sei es in der ''Hoffnung'', im ''Bürgerstübl'' oder im Vorraum zur Seniorenstube im Reginozentrum.

Im Jubeljahr zählt der Verein etwas mehr als 100 Mitglieder. In dem einstigen Männerclub dominieren mittlerweile die Frauen, wobei der Anteil der Hochbetagten in den letzten Jahren ständig zugenommen hat. Allein im September konnten drei Vereinsmitglieder ihren 80. Geburtstag feiern, drei über 90-Jährige kommen regelmäßig zu den Kaffeenachmittagen und ebenso regelmäßig kommt ein ''diamantenes Hochzeitspaar''. Hilda Rosenheinrich, die seit dem Tod ihres Mannes, des letzten männlichen Vorsitzenden, die Arbeit bei ''Wohl auf'' koordiniert und auch die Kuchenbäcker einteilt, hält weiterhin am Vereinsmotto: ''Lebensfreude am Lebensabend'' fest. 38 Jahre lang betrug der Beitrag lediglich sechs Mark im Jahr und seither zehn Mark. ''Klar'', so Frau Rosenheinrich, ''dass es da nur mit Spenden, Idealismus und vielen freiwilligen Helferinnen geht''. Was dem Verein aber fehlt, sind die ''jungen Alten''.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 6. Oktober 2000 | Text: Wolfgang Schneider | Foto: Lenz)
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