Ältestes Fest im Ort gut besucht

Altrip lässt sich die Kerwe selbst von Regenschauern nicht verderben

Altrip.Unter blauem Himmel und bei Sonnenschein feierten die Altriper am Samstag die Eröffnung ihrer Kerwe an der Maxschule. Vom Regen blieben sie am Nachmittag nicht verschont, auch wenn sich bis zum Abend rechtzeitig zur Livemusik die Wolken wieder verzogen hatten.

Die Gardekinder der „Wasserhinkle“ durften beim Umzug mit Sonnenblumen in der Hand vor den „Großen“ marschieren.  (Quelle: DIE RHEINPFALZ - 21.09.2015 | Text: Mechthild Möbus | Foto: Lenz)Zur Aufstellung zum Kerweumzug kamen die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins in ihren blau-weißen Trachten noch mit Regenschirm, um ihre aufwendig gearbeitete Kleidung zu schützen. Die Trachten hatten sie selbst genäht und bestickt, auch die Männer haben an der Nähmaschine gesessen. Nur die Hüte, auch „Nebelsegler“ genannt, stammten von einer Hutmacherin aus Altrip.

Stolz präsentierten die Mitglieder der Karnevalgesellschaft „Die Wasserhinkle“ die Kerwekrone. Sie hatten die Krone mit grünen Zweigen, Sonnenblumen und Bändern geschmückt. Sonnenblumensträuße trugen auch die Kleinsten in der Hand, die schon mit drei Jahren zur Garde kommen und beim Umzug vorneweg marschieren durften, gefolgt von den älteren Kindern und Jugendlichen der Garde.

Bürgermeister Jürgen Jacob begrüßte die Besucher auf dem Kerweplatz: „Die Kerwe ist unser ältestes Fest, das schon im 13. Jahrhundert begangen worden ist, und wir hoffen, dass diese Tradition weitergeführt wird.“ Patrick Moser dankte in seiner ersten Ansprache als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Vereine allen, die ihren Beitrag zur Kerwe leisten: „Wenn ich mich auf dem Platz umschaue, wird ein reichhaltiges Programm für das leibliche Wohl und für Spaß und Unterhaltung geboten, bei dem für jeden etwas dabei sein müsste.“

Mit vereinten Kräften zogen die Mitglieder der „Wasserhinkle“ die Kerwekrone hoch auf den Mast, wo sie während der drei Kerwetage über den Köpfen der Besucher thronte. Auch der Bürgermeister erfüllte seinen Part – den Fassbieranstich – vorbildlich mit einem Schlag. Die erwachsenen Besucher freuten sich übers Freibier, die Kinder über Schokoküsse.

Am Nachmittag vertrieb ein kräftiger Regenschauer für einige Zeit die Gäste, die aber, sobald sich die Wolken verzogen hatten, zurückkamen und mit der Band Midnights bei beliebten Rock-Oldies der 80er- und 90er-Jahre weiterfeierten. „Es war am Abend überraschend gut besetzt“, sagte Moser sichtlich erfreut.

Heute, am letzten Kerwetag, steht in den Gaststätten Schweinepfeffer, das traditionelle Altriper Kerweessen, auf der Speisekarte. Ab 14 Uhr öffnen die Stände auf dem Kerweplatz. Außerdem lädt das Jugendzentrum zum Kindernachmittag und einem Märchenstück ein.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 21. September 2015 | Text: Mechthild Möbus | Foto: Lenz)
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