Neue Tafeln weisen auf historische Stätten hin

Private Bürgeraktion von Marco und Ernst Schneider - Drei Dutzend Schilder geplant - Erstes Exemplar aufgestellt

„Das Kastell Alta Ripa” beschreibt eine Tafel, die jetzt auf dem Altriper Kirchenvorplatz steht und Besuchern Hinweise über die römische Anlage gibt. Demnächst werden auch Tafeln am romanischen Kirchturm, dem Kirchenschiff und am alten Pfarrhaus angebracht. Möglich gemacht haben das Marco und Ernst Schneider.

Das römische Kastell „Alta Ripa“: Die erste von vier Hinweistafeln steht auf dem Kirchenvorplatz der Rheingemeinde. (Quelle: DIE RHEINPFALZ - 28.06.2005 | Text: Wolfgang Schneider | Foto: Lenz)Der Vorsitzende der Altriper Hobbykünstler, Ernst Schneider, hatte seinen Namensvetter Marco erfolgreich animiert, sein Modell der früheren Ziegelei Baumann in der Hobbykünstler-Ausstellung zu präsentieren und dabei auch seine Broschüre über das Altriper Ziegeleizeitalter anzubieten. Bei dieser Gelegenheit erzählte Marco Schneider, dass er gerne an öffentlichen und privaten Gebäuden Tafeln anbringen würde, um auf historische Ereignisse, Persönlichkeiten oder frühere Einrichtungen hinzuweisen.

In Ernst Schneider fand er sofort einen Verbündeten, der spontan erklärte: „Also, dann mach mal Vorschläge und ich beschaffe das Material und graviere die Texte.” Vorschläge für rund drei Dutzend Tafeln hat Marco Schneider zusammengetragen und die Texte von einem Altriper Hobbyhistoriker überprüfen lassen.

Bei den Hauseigentümern erkundigte er sich, ob sie mit dem Anbringen einer Tafel einverstanden sind und erhielt dabei nur eine Absage, während drei weitere bisher noch nicht reagierten. Nun sind die ersten Tafeln aus eloxiertem Aluminium in Edelstahllook, graviert und mit Plexiglas überzogen, angebracht. Bis spätestens Frühjahr 2006 sollen weitere Tafeln folgen.

Was die Finanzierung anbelangt, so wissen die Akteure, dass Bürgermeister Jürgen Jacob im Gemeindehaushalt nicht gerade auf einen üppigen Titel in Sachen Ortshistorie zurückgreifen kann. „Wenn sich die Gemeinde symbolisch mit etwa 15 Euro je Tafel beteiligt, dann übernehmen wir den großen Rest”, meint Ernst Schneider.

Doch Marco Schneider weiß auch, dass nicht alles allein zu schultern ist. Derzeit arbeitet er mit seiner Verlobten an weiteren Ziegelei-Modellen sowie an der Rekonstruktion eines Modells des „Südlichen Riedhofs” und einer reich bebilderten Ziegeleibroschüre. „Solche Vorhaben wollen erst einmal finanziert sein”, sagt er.

Bürgermeister Jacob begrüßt die Privatinitiative. „Wenn alle Tafeln angebracht sind, wird die Gemeinde in einem Ortsplan Hinweise geben und eventuell mit dem Heimat- und Geschichtsverein ein Faltblatt für einen kulturhistorischen Ortsrundgang zusammenstellen.” 

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 28. Juni 2005 | Text: Wolfgang Schneider | Foto: Lenz)
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