Geschenk für Heimatverein

Der Heimat- und Geschichtsverein Altrip, der im Mai zehn Jahre besteht, erhielt vor seiner Mitgliederversammlung am Montag ein Geschenk. Fritz Weisgerber, der 1982 in Altrip für Schlagzeilen sorgte, weil er dem Standesamt seine Drillinge Anne, Jochen und Frank anmeldete und damit bis auf den heutigen Tag einen „Nachkriegsrekord“ aufstellte, schenkte dem Verein ein Gemälde mit einem heute so nicht mehrsichtbaren Altriper Motiv. Dem Maler A. Schaefer hatte es 1928 eine Partie mit Gänswies und dem Pappel gesäumten Leinpfad angetan. Auf verschlungenen Wegen kam nun das Gemälde über Weisgerbers Tochter Anne von einer Oggersheimer Haushaltsauflösung nach Altrip.

Vereinschef Gerhard Schreiner präsentierte anschließend eine gute Vereinsbilanz, wobei er auf die „Römerausstellung“ verwies, die neben einem Besucherrekord zu einem Überschuss von 1520 Euro führte und als weiteren Pluspunkt noch eine Inventarisierung von fünf lebensgroßen Figuren mit römischen Gewändern brachte. Ein Sonderlob für Organisation und Mitmachaktionen spendete er Elke Knöppler und Heide Hook.

Die Teil-Vorstandswahlen führten nur zu Veränderungen innerhalb einzelner Ämter. So wurde Elke Knöppler Zweite Vorsitzende für Erich Schneider. Werner Schön ist weiterhin für die Kasse verantwortlich, und Edgar Alt fungiert als Zweiter Schriftführer. Beisitzer sind Heide und Herbert Hook, Revisoren Susann Grimm und Lilli Noe. Mit über 6000 Euro an Guthaben ist der76 Mitglieder zählende Verein gut gerüstet. Für 2006 war zunächst eine Ausstellung mit dem Schwerpunkt „Leben am Strom“ angedacht. Da aber 2006 ein besonderes „Reginojahr“ sein wird und vor 1100 Jahren die erste auf deutschem Boden verfasste Weltchronik abgeschlossen und ein Sendhandbuch mit einer Kirchenrechtssammlung vorgelegt wurde, sollen eventuell beide Themen verbunden oder als separate Veranstaltungen angeboten werden.

Nachdem der Verein bei einer Busanmietung finanziell „eingebrochen“ ist, werden die nächsten Exkursionen mit Privatwagen organisiert. Nächste größere Veranstaltung ist die Präsentation des Buchs „Altriper Auswanderer nach Amerika“ von Erich Schneider, die der Verein zusammen mit der Gemeinde am Freitag, 22. April, 19 Uhr, im Bürgerhaus „alta ripa“ vornehmen wird. Die Festansprache hierzu hält Winfried Seelinger aus Dannstadt-Schauernheim, der die Gründe und Ziele der Auswanderer beleuchtet.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 14. April 2005 | Text: Wolfgang Schneider)
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