Dank für Hilfe und Geduld

Kotter erinnert auf Neujahrsempfang an Jahrhundertregen

Beim Neujahrsempfang im Reginozentrum befasste sich Bürgermeister Willi Kotter mit der Entwicklung der Gemeinde seit ihrer Gründung vor rund 1630 Jahren. Außerdem ging er auf Ereignisse des vergangenen Jahres, die beiden Hochwasser und den „Jahrhundertregen“ ein. Die Garde der Karnelvalsgesellschaft Wasserhinkle sorgte mit Tanzeinlagen für Unterhaltung.

Glücksbringer im Haus: Altrips Bürgermeister Willi Kotter mit den Schornsteinfegern Michael Rinker (Mitte) und Martin Gerber auf dem Neujahrsempfang. (Quelle: DIE RHEINPFALZ - 14.01.2000 | Text: Mechthild Möbus | Foto: Lenz)Zur Begrüßung verteilten Bezirksschornsteinfegermeister Michael Rinker und sein Mitarbeiter Martin Gerber Glückspfennige an die Gäste. In seiner Rede würdigte Kotter die Meilensteine in der langen Geschichte der Gemeinde, die als eine der ältesten Ansiedlungen am Rhein in der Römerzeit gegründet wurde und namentlich erstmals 369 beim Bau eines römischen Kastells erwähnt wurde. Die Entwicklung der heutigen Gemeinde, so Kotter, begann Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Ansiedlung der Industrie auf der rechtsrheinischen Seite. Der überwiegende Teil des damals 1650 Einwohner zählenden Ortes fand Arbeit in den Mannheimer Betrieben. Eine auf das doppelte angewachsene Einwohnerzahl von 7800 in den vergangenen 50 Jahren und eine stetig verbesserte Infrastruktur zeigten, so der Bürgermeister, dass Altrip eine lebens- und liebenswerte Gemeinde ist.

Weniger erfreulich fiel dagegen die Bilanz 1999 aus. Nach den Worten Kotters wurden durch die beiden Hochwasser und den Jahrhundertregen „Wunden geschlagen, die bis heute noch nicht verheilt sind“. Zahlreiche Grundstücke und Wohnhäuser wurden beschädigt. Der Ortschef dankte allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern für ihre tatkräftige Mithilfe und insbesondere den Feuerwehren in Altrip und den Nachbargemeinden für ihren unermüdlichen Einsatz. Auch bei den Anwohnern der Rheinstraße bedankte er sich für ihre Geduld, da sie wegen eines Wasserleitungsschadens über zwölf Wochen hinweg mit einer Notversorgung auskommen mussten.

Als positiv verzeichnete der Bürgermeister in seinem Rückblick den Umbau der Maxschule zu einem Kulturzentrum, die Neueröffnung und Erweiterung der Gemeindebücherei, die Einweihung der Inline-Skater-Bahn für die Jugend sowie den Abschluss der Rathauserweiterung und der Umbauarbeiten. Kotter dankte allen, die zum gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Leben der Gemeinde beigetragen haben, und ehrte zwei Sportler des Athletenclubs Altrip für ihre Leistungen beim Gewichtheben: Karl-Heinz Rief, Weltmeister der Senioren, und Oliver Gebhardt, Deutscher Meister der A-Jugend.

Abschließend erhielten Karnevalsprinzession Caroline I. aus dem Hause Orth den Rathausschlüssel und Kurt Künstler, Vizepräsident der Wasserhinkle, die gut gefüllte Gemeindekasse.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 14. Januar 2000 | Text: Mechthild Möbus | Foto: Lenz)
Diese Website nutzt Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website bieten zu können.