Alle närrisch, nur der Freund nicht

Julia Schulz ist Fasnachtsprinzessin der „Wasserhinkle“ – Großer Unterstützung der Familie

Das in Altrip bestens gehütete Geheimnis, nämlich die Identität der Fasnachtsprinzessin, wurde in dieser Kampagne besonders eindrucksvoll gelüftet. Hoch zu Ross und eskortiert von fünf Knappen, tauchte die verschleierte Hoheit auf der Bühne auf. Julia I. genoss ihren Aufritt.

Aristokratische Ausstrahlung: Julia Schulz samt Pferd. (Quelle: DIE RHEINPFALZ - 19.01.2010 | Text: Marion Bastian | Foto: privat)Viele Besucher staunten nicht schlecht, als sie Julia Schulz erkannten – oder auch nicht erkannten. Julias Opa soll im Publikum gesessen und gesagt haben, die neue Fasnachtsprinzessin sehe seiner Enkelin zum Verwechseln ähnlich.

Obwohl Julia I. die „fünfte Jahreszeit“ sehr gern feiert, hatte sie sich – eigentlich – von ihrer aktiven Laufbahn bei den „Wasserhinkle“ schon verabschiedet. „Ich musste mich für eines meiner Hobbys entscheiden, beides zusammen war zeitlich nicht machbar“, sagt die ehemalige Gardetänzerin. Schon als Teenager besaß sie ein eigenes Pferd, später kam ein zweites dazu. Das bedeute Verantwortung und viel Zeitaufwand.

Als der 29-Jährigen nach längerer „Abstinenz“ die Regentschaft angeboten wurde, zögerte sie durchaus. Ob sie für ihren Kindheitstraum wohl schon zu alt sei? Nach kurzer Überlegung sagte sie aber doch zu. Seither ist die ganze Familie im Prinzessinnenfieber. „Meine Eltern sind schon viele Jahre im Fasching aktiv und sie unterstützen mich nach Kräften“, sagt Julia I. Auch ihre Schwester sei in das närrische Geschehen eingebunden und versorgt derzeit Julias Pferde. 

Bei den rund 50 Terminen, die bis Aschermittwoch zu absolvieren sind, muss ein reibungsloser Ablauf gut organisiert sein. Es könne schon mal vorkommen, dass sie nur einen Abend pro Woche frei habe, räumt die Ludwigshafenerin ein. Da ist auch Toleranz geboten, zumal der Freund wenig närrische Neigung verspürt. „Das ist für ihn völlig in Ordnung, die Zeitspanne ist ja absehbar“, versichert Julia Schulz.

Im Moment genießt die Prinzessin die Öffentlichkeit und das Rampenlicht. Ob sie sich künftig aktiv am Fasnachtstreiben im Verein beteiligt, hat Julia noch nicht entschieden. Ab Aschermittwoch ist sie erst mal wie der „hauptberuflich“ Erzieherin in einer Altriper Kindertagesstätte. Dort sind die Kleinen wohl mächtig stolz auf ihre „königliche“ Betreuung.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 19. Januar 2010 | Text: Marion Bastian | Foto: privat)
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