Großzügige Hoheiten

Die Paukenschläge sind für die großen und kleinen Narren schon von Weitem zu hören gewesen. Dann endlich erschien das Feuerwehrauto, das dem Fasnachtsumzug in Altrip vorausfuhr. Die Kinder, die sich unter anderem als Cowboys, Drachen und Prinzessinnen verkleidet hatten, hielten schon mal ihre Taschen bereit.

Fasnacht oder Halloween? Die Hexen der Altriper Narreblos. (Quelle: DIE RHEINPFALZ - 18.02.2015 | Text: mnx | Foto: Lenz)Der Altriper Fasnachtsumzug war zwar nicht besonders lang, dafür regnete es Unmengen an süßen Leckereien wie Bonbons und Popcorn. Dazu gab es allerlei Guggemusik zu hören. Die Ketscher „Hewwlguggler“ und die „Domguggler“ aus Speyer waren dieses Jahr zu Gast und sorgten für Stimmung entlang der Zugstrecke. „Kunterbunt und sorgenfrei“ ging es auf dem großen Wagen der einheimischen Karnevalsgesellschaft „Die Wasserhinkle“ zu.

Prinzessin Carolin I. und ihr Hofstaat geizten weder mit Süßigkeiten noch mit lauten „Ahoi“-Rufen. Aus den Lautsprechern erklang Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“, die inoffizielle Hymne der diesjährigen Fasnacht. Der närrischen Hoheit dicht auf den Fersen befanden sich die Altriper „Narreblos“. Mit einem großen Wagen war auch der Carneval-Club „Glücksritter“ aus Ludwigshafen-Gartenstadt mit seinem Prinzen Patrick II. dabei.

„Der Umzug ist sehr schön. Es sind mehr Zugnummern dabei als im letzten Jahr“, sagte Marianne Orth, die sich gestern als Vogelscheuche verkleidet hatte. Sie lässt sich die Fasnacht inklusive Umzug nie entgehen. Dass es mit der närrischen Jahreszeit nun vorbei ist, macht sie aber nicht traurig: „Man wird älter und hat nicht mehr so viele Reserven.“

Auch der sechsjährigen Victoria Ballenstedt macht es wenig aus, dass sie jetzt ein Jahr lang auf Umzüge verzichten muss. Der in Altrip war ihr etwas zu kurz. Begünstigt wurde diese Einschätzung wohl durch die Tatsache, dass sie sich am Sonntag als Prinzessin verkleidet nach Mannheim begeben hatte, um den dortigen Umzug mitzuerleben. Da kann der in Altrip im Hinblick auf Zugnummern nicht mithalten. Gelohnt hat er sich für sie aber allemal. „Ich habe viel gefangen“, sagte Victoria und zeigte stolz in ihre Tasche. Sogar ein Spielzeugauto hat sie abgesahnt. (mnx)

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 18. Februar 2015 | Text: mnx | Foto: Lenz)
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