Schon als Dreijährige bei der Garde getanzt

Carolin I. ist Prinzessin der Altriper Wasserhinkle – Lang gehegten Traum erfüllt

Carolin Hogl führt als Carolin I. die Karnevalsgesellschaft „Die Wasserhinkle“ durch die Kampagne 2014/2015. Damit geht für die 23Jährige ein lang gehegter Traum endlich in Erfüllung. Denn Fasnachtsprinzessin wollte Carolin I. schon immer werden.

Stammt aus einer Fasnachterfamilie: Carolin I. (Quelle: DIE RHEINPFALZ - 08.012015 | Foto: Heiner Merkel)„Davon träumt doch jedes Mädchen“, sagt sie. Davon abgesehen ist die junge Altriperin in das karnevalistische Amt hineingewachsen, entstammt sie doch einer waschechten Fasnachterfamilie. Ihr Papa schwingt beim Männerballett des Vereins das Tanzbein, und sie selbst hat bereits im zarten Alter von drei Jahren bei der Garde die ersten Tanzschritte erlernt. In den folgenden elf Jahren hat Carolin I. auch den Showtanz für sich entdeckt. Mit 14 legte sie eine Pause ein, da andere Dinge nun Vorrang genossen, allen voran die Schule und später der Beruf.

Dennoch: Als Spross einer Fasnachterfamilie war ihr der Weg auf den Thron quasi vorgezeichnet. „Da muss das schon sein“, erklärt Carolin I., wie das so läuft. Zumal sie in den vergangenen Jahren bereits dreimal gefragt wurde, ob sie die Wasserhinkle nicht als Prinzessin anführen möchte. Doch wichtige Prüfungen und die Probezeit in ihrem Job als Biologielaborantin seien nicht die besten Voraussetzungen gewesen. „Dieses Jahr hat es aber gepasst“, erzählt sie, weshalb sie der närrischen Versuchung nachgab.

„Höhepunkt war meine Krönung. Davor war ich sehr nervös“, sagt sie. Doch Familie und Freunde unterstützten sie. Seitdem genießt Carolin I. jeden Tag ihrer Herrschaft über das Altriper Narrenvolk. Ihre Freunde seien keine eingefleischten Fasnachter, aber: „Sie versuchen, mich zu den ganzen Veranstaltungen zu begleiten. Meine beste Freundin war zum Beispiel beim Krönungsball dabei“, erzählt die Altriper Tollität.

Ihre Entscheidung für das Prinzessinnenamt bereut Carolin I. keine Sekunde, obwohl sie normalerweise nicht gerne im Mittelpunkt steht. Die wunderschönen Kleider helfen jedoch darüber hinweg ebenso wie die Vorfreude auf den Fasnachtsumzug. Nicht zuletzt lernt sie bei den zahlreichen Terminen viele neue Leute kennen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die wiederentdeckte Leidenschaft fürs karnevalistische Tanzen. „Nach der Kampagne möchte ich damit wieder anfangen“, kündigt sie an.

Wenn sie nicht gerade mit den Wasserhinkle durch die Lande zieht, trifft sich Carolin I. gerne mit Freunden, spielt Badminton oder schmökert in Büchern, zum Beispiel den „Tributen von Panem“.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 8. Januar 2015 | Foto: Heiner Merkel)
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