Der Neue, der Fleißige und der Champion

Erster Neujahrsempfang von Altrips Ortsbürgermeister Volker Mansky – Organisator des Dorfjubiläums geehrt

„Vergangenes Jahr war ich noch als Gast hier und hatte keine Ahnung, dass ich 2020 als Ortsbürgermeister selbst zum Neujahrsempfang einladen würde.“ Mit diesem Geständnis hat Volker Mansky (parteilos) am Mittwoch die Gäste im sehr guten besuchten Reginozentrum im neuen Jahr begrüßt.

Vergangenes Jahr war Volker Mansky noch als Besucher beim Altriper Neujahrsempfang. Jetzt begrüßt er die Gäste als Ortsbürgermeister.   (Quelle: DIE RHEINPFALZ - 10.01.2020 | Text: Markus Müller | Foto: Lenz)Das größte Thema in seiner Amtszeit sei bisher das Ärztehaus am Schillerplatz. Viele Altriper fragten sich wohl: Was ist daraus geworden? „Die Antwort: leider nichts“, fasste Mansky die Lage zusammen. Nach der Normenkontrollklage und der Niederlage der Kommune vor dem Oberverwaltungsgericht in Koblenz habe jeder der Beteiligten die Nase voll gehabt von diesem Projekt. Noch vor seinem Amtsantritt sei jedoch eine Bauvoranfrage für Wohnungen in der Goethestraße eingereicht worden. Inzwischen seien bei diesem Projekt auch Praxisräume vorgesehen. „Sobald die Pläne fertig sind, werden wir zu einer Anwohnerversammlung einladen.“

Sehr umstritten sei auch die Umgestaltung des Partnerschaftsplatzes am Rathaus gewesen. „Er ist sehr schön geworden. Aber, ganz ehrlich, mir war’s trotzdem zu teuer“, räumte Mansky ein. Daneben lobte er die Architekten und die Baufirma, die unter zuletzt großem Zeitdruck tolle Arbeit geleistet hätten. Der Kita-Neubau neben der Feuerwehr sei ins Stocken geraten, da der Rat sich noch für keinen der beiden Entwürfe habe entscheiden können. „Zudem haben sich neue Möglichkeiten ergeben“, sagte der Ortschef, ohne näher auf die Möglichkeiten einzugehen. Sie würden nun erörtert, dann müsse eine Entscheidung fallen, damit die Bauarbeiten möglichst noch nächsten Sommer beginnen können. Für das Edith-Stein-Haus und das Reginozentrum hingegen sollen dieses Jahr erst mal Nutzungskonzepte erstellt werden. „Die Bauarbeiten sollen dann 2021 beginnen.“

Das Jubiläumsjahr zum 1650-jährigen Bestehen der Gemeinde war laut Mansky ein voller Erfolg – selbst wirtschaftlich: „Die vielen Feierlichkeiten waren teuer, aber am Ende haben wir sogar ein Plus von über 6000 Euro erwirtschaftet. Das Geld wird der Kinder- und Jugendarbeit zugutekommen.“ Zu dem Gelingen habe Hauptorganisator Alois Eitl maßgeblich beigetragen. Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins habe schon 2016 mit den Planungen begonnen, den Flyer vorbereitet, das Programmheft erstellt, Termine und den Umzug organisiert und vieles mehr. „Du warst das natürlich nicht alleine, aber wir danken dir heute stellvertretend für all die zahlreichen Helfer“, sagte er. Dabei beließen es die Altriper Vereine, Ratfraktionen und die Kommune nicht bei Dankesworten: Sie schenkten Eitl einen Flugticket- und Leihwagen-Gutschein für eine Reise zum Kutztown Folk’s Festival im US-Bundesstaat Pennsylvania, wo bis heute Pfälzisch gesprochen wird, da viele Pfälzer einst dorthin auswanderten. Dazu bekam er eine DVD des Dokumentarfilms „Hiwwe wie driwwe“. Eitl zeigte sich gewohnt bescheiden: „Ich hoffe, es hat euch allen gefallen.“ Die Dorfchronik erscheine im Mai.

Als Altrips Sportler des Jahres zeichnete Mansky den Kung-Fu-Weltmeister Kayhan Gülmez aus, der seit 2008 ungeschlagener Champion sei. Der Karnevalsgesellschaft Die Wasserhinkle musste Mansky die Gemeindekasse überlassen. Dafür bedankten sich die Fasnachter mit einer riesigen Neujahrsbrezel und einer sehenswerten Tanzeinlage ihrer Jugendgarde. Daneben unterhielten der Altriper Zauberkünstler Sos Petrosyan Junior und die Jazzmen aus Heidelberg die Gäste.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 10. Januar 2020 | Text: Markus Müller | Foto: Lenz)
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