„Die Emanzen müssen weg!“

AltriBühne gastiert mit „Frauenpower“ im Altriper Regino-Zentrum – Eine sehr lustige Geschlechterschlacht um die Gemeinderatswahl

Frauenpower gegen miefige Altherrenriege – das Theaterensemble AltriBühne des MGV 1867 hat mit einem Schwank rund um eine Gemeinderatswahl den Humor des Publikums voll getroffen. Männer in der Krise und Frauen im Aufwind.

Lauschangriff im Dorf-Polit-Thriller.   (Quelle: DIE RHEINPFALZ - 04.04.2019 | Text und Foto: rnc)Die neue Frauenpartei, „Liste 2“ genannt, will Bürgermeister Heinz Gscheidle und seinen männlichen Ratskollegen bei der nächsten Kommunalwahl den Garaus machen. Dabei ist den unerschrockenen Kandidatinnen jedes Mittel recht. In den Wochen vor der Gemeinderatswahl ist im Dorf nichts mehr wie sonst. Dem Ortschef wird ein Strich durch die Rechnung gemacht, als er meint, dass die anstehenden Kommunalwahlen ablaufen werden wie eh und je. Würde er wieder gewinnen, könnte er nach gewohnter Gutsherrenart weiterhin tun und lassen, was ihm gefällt. Bei einer Wahlniederlage allerdings wären sogar die Fahrten mit dem Gemeinderat zur Reeperbahn in St. Pauli gefährdet. „Dann fahren wir vielleicht zur Wallfahrt nach Altötting“, sind die schlimmsten Befürchtungen des Bürgermeisters.

In einer „Krisensitzung“ in der „Ratsstube“ von Gastwirt Paul wird ein Plan gegen die Fraueninvasion geschmiedet. „Die Emanzen müssen weg!“ ist die einhellige Meinung der Männerriege. Doch die toughen Frauen um Spitzenkandidatin Kunigunde Schlotterbeck lassen sich vom „Gebalze“ der Herren nicht einschüchtern und kontern mit ihrem Wahlmotto: „Wir sind klüger, besser, schlauer, deshalb wählt die Frauenpower!“ Das Publikum erlebte am Sonntagabend in Sachen „Wahlstrategien“ einige Turbulenzen. Und ihm bot sich vor und hinter den Kulissen die reinste „Bürgermeisterei“: Unter den Gästen im vollbesetzten Regino-Zentrum war Bürgermeister Jürgen Jacob mit Gattin und lauschte amüsiert den Geschehnissen um seinen „Amtskollegen“ Heinz Gscheidle. Und auch der Autor des Stücks, Bernd Gombold, ist im wirklichen Leben Bürgermeister seiner schwäbischen Heimatgemeinde Inzigkofen.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ Marktplatz regional - 4. April 2019 | Text und Foto: rnc)
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