Schwebend und fesselnd zugleich

Das Jubiläumskonzert von Young Voices begeisterte mit Zaubershow und Tanzeinlage

Wenn Young Voices, der moderne Chor des MGV 1867 Altrip, zum Konzert lädt, wird es meist musikalisch zauberhaft. So auch vergangenen Samstag beim Jubiläumskonzert zum 1650-jährigen Bestehen der Gemeinde im Altriper Reginozentrum. Nur diesmal wurde es magisch – im wahrsten Sinne des Worts.

Der 20-jährige Tigran Petrosyan, der nach eigenen Angaben der jüngste professionelle Zauberer der Welt ist, fesselte und verblüffte zu Beginn die Zuschauer mit Kartentricks. Sein Bruder Sos löste ihn ab und präsentierte einen großen leeren, schwebenden Kasten. Das Publikum staunte nicht schlecht, als er aus diesem die stellvertretende MGV-Vorsitzende Marion Schäfer hervorzauberte. Sie begrüßte die Gäste und erzählt, dass der Zauberer Sos bereits sehr viele Auszeichnungen erhalten habe und demnächst in Mannheim eine eigene Show zeigen werde. Die beiden Brüder stammen aus Altrip.

Die Sänger von Young Voices – manche „wohlbehütet“ – präsentierten unter anderem Musical- und Pop-Klassiker sowie irische und französische Volkslieder.  (Quelle: DIE RHEINPFALZ - 28.11.2019 | Text & Foto: dkr)Beeindruckend war auch das musikalische Programm, für das der neue Dirigent und Chorleiter Stefan Golea etliche Stücke selbst arrangiert hatte. Begleitet wurde er am Piano von Manuel Jandl. Mit „Invisible Touch“ von Genesis starteten die rund 30 Sängerinnen und Sänger, manche mit Zylinder auf dem Kopf, den musikalischen Reigen schwungvoll und setzten ihn fort mit dem getragenen „May it be“ von Eithne Ni Bhraonain. Ein Damensextett zelebrierte das jüdisch-spanische Wiegenlied „Durme, Durme“, gefolgt von bekannten Musical-Klassikern wie „Aquarius“ und „Let the Sunshine in“ – als Kontrast gesungen vom ganzen Chor.

Ein Höhepunkt war der Auftritt von Valerie van Ravenzwaay mit dem irischen Traditionssong „Over the Hills and far away“, den sie auf der Violine begleitete. Dazu tanzte Jens Raddatz, mehrfacher Deutscher Meister im Irish Step, sehr gekonnt. Mit „The Show must go on“ von Queen schickte Young Voices dann das Publikum in die Pause.

Auch den zweiten Teil des Konzerts eröffnete der Zauberer Sos Petrosyan mit einer Showeinlage und übergab anschließend an den Chor. Und der zeigte sein gesamtes Repertoire: ob Balladen wie „The Hanging Tree“ nach Arrangement des Chorleiters, „La Jument de Michao“, das traditionelle Lied aus der Bretagne, oder das altbekannte „Over the Rainbow“ – das Publikum klatschte begeistert. Auch ein deutscher Song war dabei: „Und wenn ein Lied“ von den Söhnen Mannheims.

Dann reihte sich Stefan Golea in den Chor ein – und brillierte als Solist beim Lied „La Tribu de Dana“ von Manau. „Bohemian Rhapsody“ von Queen war der krönende Abschluss des Konzerts, nach dem stehend applaudiert wurde. Als Zugabe gab’s dann noch einmal „The Show must go on“, und daran wird sich der großartige Chor Young Voices wohl auch halten. Marion Schäfer war mit dem Verlauf des Abends und vor allem mit der Stimmung im Publikum sehr zufrieden.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ- Marktplatz regional - 28. November 2019 | Text & Foto: dkr)

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