„Nur eine Veranstaltung war bislang nicht ausverkauft“

Gerüstet fürs Festjahr: Wasserturm mit neuem Wappen. | FOTO: RUTTINGER/FREIOrganisationsteam hat 2016 mit den Planungen fürs Festjahr begonnen

Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Altrip (HGV), Alois Eitl, genießt das Festjahr anlässlich 1650 Jahren Altrip. Im Interview erzählt er, was das Jubiläum für die Gemeinde bedeutet und warum es so toll ist, in Altrip zu leben. 
 

1650 Jahre Altrip – was bedeutet das für den Verein und für Sie?

Alois Eitl | FOTO: SCHAAREs war eine lange Vorbereitungszeit, bereits 2016 hatten wir die ersten Treffen und danach viel Arbeit im Organisationsteam. Ganz persönlich bin ich betroffen, da meine Frau gebürtige Altriperin ist, ich komme aus München. Es gab 30 Generationen Altriper, bevor München überhaupt gegründet wurde. Ich glaube, das ist den Altripern gar nicht so bewusst, und sie empfinden das vielleicht auch gar nicht als so bedeutend. Ich genieße das Jubiläum auf jeden Fall sehr und hoffe, dass es auch alle Altriper genießen. 
 

Wer hat das Festjahr organisiert, und wie groß ist die Beteiligung der Altriper Bürger?

Es gab eine Kerngruppe von zehn Personen aus allen möglichen Bereichen, vom Bürgermeister über die Verwaltung bis hin zu engagierten Bürgern. Im Organisationsteam wurden die Konzepte für Marketing und Sponsoring entwickelt und danach mit dem Gemeinderat abgestimmt. Dann gab es im Februar 2018 ein Treffen mit allen Vereinen, bei dem das Festprogramm, ein Logo-Wettbewerb, das neue Wappen am Wasserturm, die Eingangsschilder an den Ortseingängen, Fahnen und die Andenken von der Tasche über den Magneten bis zum Aufkleber besprochen wurden. 
 

Lief alles wie geplant? Auf was dürfen sich die Altriper noch freuen?

Bisher lief alles reibungslos, und nur eine Veranstaltung war bislang nicht ausverkauft. Ein bisschen schade ist, dass sich Bürger aus den anderen Orten der Verbandsgemeinde nicht so angesprochen fühlen. 
 

Warum ist das Leben im Altrip von heute lebenswert

Ich empfinde es als sehr angenehm, im Dorf zu leben. Man kennt sich und hilft sich. Wer Anonymität sucht, ist besser in der Stadt aufgehoben. Hier gibt es noch ein Stück Zusammenhalt. Außerdem liegt in 200 Metern Entfernung der Rhein, und wir haben eine sagenhafte Natur um uns herum. 
 

Sie sind seit sieben Jahren Vorsitzender des HGV. Was waren Meilensteine Ihrer Amtszeit?

Ganz wichtig war die Verwirklichung der Informationsstätte Alta Ripa in der Ludwigstraße, wo auf zwei Tafeln und mit einigen Artefakten den Bürgern ein bisschen das Gefühl vermittelt wird, wie das damals mit dem Kastell überhaupt war. 2012 eröffneten wir das Backhaus. Dort wird einmal im Monat gebacken, alle Backtage waren ausgebucht. Aktuell erinnert die Valentinian-Stele an die Geschichte der Gemeinde. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat sie im März offiziell enthüllt und dabei darauf hingewiesen, dass es nur wenige Orte in Rheinland-Pfalz mit dieser langen Geschichte gibt.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Marktplatz regional Rhein-Pfalz-Kreis - 13. Juni 2019 | Interview: aar)
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