Schmuckstück am Ludwigsplatz

Gebäude in Moltkestraße als Beispiel für private Denkmalpflege

Barocker Blickfang: Eine aus Mannheim zugezogene Familie hat das denkmalgeschützte Anwesen Moltkestraße 2 saniert. | FOTO: LENZ

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude Moltkestraße 2 gegenüber dem Ludwigsplatz ist für die Rheingemeinde ortsbildprägend. Das Anwesen wurde von der vor drei Jahren aus dem Mannheimer Stadtteil Rheinau zugezogenen Familie Hubert Kerbeck erworben und seither systematisch im Innern modernisiert. Es stellt mit den zuletzt erneuerten Außenanstrich und Fensterläden einen echten Blickfang dar - ein gelungenes Beispiel privater Denkmalpflege.

Der zweigeschossige Putzbau mit traufständigem Satteldach - das heißt: mit parallel zur Straße verlaufendem Dachfirst - wurde 1925 errichtet. Er vertritt in charakteristischer Weise den damaligen historischen Zeitgeschmack, der sich in einer üppigen Gliederung im Barockstil zeigt. Besonders hervorzuheben ist der mehrfach geschweifte Giebel zum Platz. Ärgernis und Schönheitsfehler zugleich ist die zum Anwesen gehörende und somit ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Mauer in der Moltkestraße, die seit dem abermaligen Ausbau der Straße in diesem Jahr mit T-Schienen abgestützt ist. Seither ist auch die Benutzung des Gehweges nicht mehr möglich. Die Altriper Goldschmiedemeisterin Britta Schmaglowski, die schon eine große Kollektion mit Altriper Ansichtskarten herausgebracht hat, will nun auch eine Karte mit dem herausgeputzten Gebäude auflegen. (wlf)

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 3. Januar 2008)
Barocker Blickfang: Eine aus Mannheim zugezogene Familie hat das denkmalgeschützte Anwesen Moltkestraße 2 saniert. | FOTO: LENZ