„Gut, wie immer”

Mit vereinter Sangeskraft: Die Altriper Chöre beim großen Finale am Freitagabend. FOTO: LENZ

Familiäre Atmosphäre bei Eröffnung der Altriper Kerwe - Chöre singen gemeinsam am Vorabend

Mit Freibier und kostenloser Zuckerwatte hat die Gemeinde Altrip am Samstag die Eröffnung ihrer Kerwe begangen. Der Höhepunkt war das Hochziehen der Kerwekrone. Schon am Freitag fand wie jedes Jahr am Abend vor der Kerweeröffnung das „Singen unter den Kastanien” statt.

„Das älteste Volksfest der Gemeinde Altrip”, so nannte Bürgermeister Jürgen Jacob am Samstag bei seiner Eröffnungsrede die Altriper Kerwe, deren Wurzeln bis ins Mittelalter zurückgehen. Ein wenig später stach er das Fassbier an und verteilte bei guter Stimmung Freibier an die Erwachsenen, während die Kinder sich an kostenloser Zuckerwatte erfreuen konnten. Weiterhin gab es zahlreiche Getränke- und Essensstände sowie ein Karussell für die Kinder und Boxautos.

Ein Höhepunkt für die meisten Gäste war an diesem Tag das Hochziehen der zuvor im Umzug eingeholten Kerwekrone. So auch für die 67-jährige Elenore Webel aus Oggersheim. Sie fand das alles „sehr unterhaltsam”. Nur etwas machte ihr Sorgen: „Man müsste mehr Jugend ranziehen.” Monika Stahl (63) ist von jeher bei jeder Kerwe dabei. Und auch diesmal hat sie die familiäre Atmosphäre genossen: „Es ist gut, wie immer. Das Beste ist, dass alle Leute sich hier kennen.”

Ausfallen musste dieses Jahr jedoch die traditionelle Ehrung des ältesten und des jüngsten Ehepaares. Aufgrund von gesundheitlichen Problemen und mangelnder Bereitschaft konnte dieser Brauch diesmal nicht fortgeführt werden, sagte der Bürgermeister bedauernd.

Zum mittlerweile traditionellen „Singen unter den Kastanien” hatten die Chöre bereits am Freitag eingeladen. „Der Festplatz war voll. Wer nicht da war, hat etwas verpasst”, lobte Jürgen Jacob im Nachgang die Veranstaltung, die zum siebten Mal stattfand. Seine Frau Bärbel hatte den Abend auf dem Festplatz moderiert, und sie war hinterher ebenfalls zufrieden: „Den Leuten hat es gefallen, und auch die Chöre haben sich sehr gut verstanden und sind zusammengewachsen.”

Das große Finale bestritten alle Chöre gemeinsam. Neben dem protestantischen Kirchenchor sangen die Rheinfinken, die Sänger-Einheit, der Kammerchor, der Männergesangverein und die Young Voices. Vor etwa 450 Leuten erklangen zwei Stunden lang Melodien wie Volkslieder oder Stücke aus Musicals. Das Wetter war zwar durchwachsen, aber zumindest trocken.

Das ebenso altbewährte Schweinepfeffer-Essen findet heute in den Altriper Gaststätten statt. Außerdem beginnt um 14 Uhr ein vom Jugendzentrum Altrip und dem Artisjok-Puppentheater organisierter Kindernachmittag.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 17. September 2012 | Von Maja Lüken)