Erste Großgemeinde in der Vorderpfalz

 Verwaltungsreform: Altrip, Waldsee und Otterstadt besiegeln heute ihre Fusion

Altrip/Waldsee. Ein historischer Moment steht heute Nachmittag um 14 Uhr im Waldseer Rathaus an: Als erste Kommunen in der Vorderpfalz werden Waldsee, Otterstadt und Altrip mit der Unterschrift ihrer Bürgermeister unter den Fusionsvertrag die "Ehe" der drei Gemeinden in der Rheinebene gemäß den Bedingungen der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform besiegeln.

Waldsee und Otterstadt bildeten bereits seit 1972 eine Verbandsgemeinde - nun kommt mit dem einstigen Römerkastell Altrip die wohl älteste Pfälzer Gemeinde am Rhein hinzu. Verbands- und Ortsbürgermeister Otto Reiland (Waldsee) und seine beiden Kollegen Jürgen Jacob (Altrip) und Bernd Zimmermann (Otterstadt) werden den "Ehevertrag" unterschreiben und der neuen Großgemeinde durch die freiwillige Fusion damit eine beachtliche finanzielle "Morgengabe" der Landesregierung in Millionenhöhe sichern. Die "Einheirat" ist politisch bereits in trockenen Tüchern: Nach Waldsee und Otterstadt stimmte nun auch der Gemeinderat Altrip mit nur einer Gegenstimme zu.

Die künftige Großgemeinde zwischen Ludwigshafen und Speyer, für die die Einwohner noch bis zum 31. Januar 2012 einen Namen vorschlagen können, hat mit rund 16 500 Einwohnern das vom Landesgesetzgeber in Mainz geforderte "Mindestmaß". Altrip (7700 Einwohner), Waldsee (5340) und Otterstadt (3300) gingen eine Art "Liebesheirat" ein - obwohl Altrip zuvor auch mit einem Zusammenschluss mit Neuhofen liebäugelte. Dort jedoch ist Limburgerhof der erklärte Favorit.

Wie auch immer die neue Großgemeinde heißen wird: Altrip, Waldsee und Otterstadt werden ihre Namen nicht aufgeben müssen, sie werden als "Untertitel" in der Korrespondenz weitergeführt. rs

(Quelle: www.morgenweb.de am 19.12.2012)